Gelebte Firmenkultur

Ob es an einem durch ihn mitverantworteten, kurzen Totalausfall in den WAGNER-Rechenzentren Anfang der 2000er-Jahre liegt? Ziemlich sicher nicht. Auf alle Fälle zeichnet Alex Krämer heute aber für das Prozess- und Qualitätsmanagement (PQM) der WAGNER AG verantwortlich. Im Interview erzählt er uns mehr darüber und über seine inzwischen mehr als 15 Jahre im Unternehmen.

Alex, du bist inzwischen seit über 15 Jahren für die WAGNER AG tätig. Das Spezielle daran: Du warst auch mal ein paar Jahre weg. Wie war das genau?

Ich kam 2001 als Systemspezialist zur WAGNER AG und wollte mich 2005 dann abseits der Technik beruflich weiterentwickeln. Das war dazumal in der WAGNER AG so leider nicht möglich. Wir waren nach wie vor ein kleines Team und die technischen Arbeiten hätten mich immer wieder eingeholt. Ich musste also weg. Einfach war das für mich damals nicht und ich habe lange mit dem Entscheid gerungen.

Im Unternehmen hatte es und hat es nach wie vor unheimlich gute Leute, mit denen es mehr als eine berufliche Zusammenarbeit ist und mit denen ich mich hervorragend verstehe, auch abseits von Projekten etc. Darum kehrte ich nur ein paar Jahre später auch wieder zurück und bin bis heute da. Hinzu kam, dass die WAGNER AG in der Zwischenzeit deutlich gewachsen war und mir 2010 einen Job anbieten konnte, der mich sehr interessierte. Und von dort aus konnte ich mich bis heute weiter stark entwickeln. Das ist, neben den Mitarbeitenden, ebenfalls toll: Wenn du die Bereitschaft dazu hast, neue Themenfelder zu erschliessen, so stehen dir in der WAGNER AG alle Wege offen und du wirst auch entsprechend gefördert und unterstützt.

Als Projektleiter bist du «an der Front» tätig und mitverantwortlich für viele langjährige Kundenbeziehungen. Was ist dein/unser Geheimrezept?

Wie wohl bei jedem IT-Dienstleister in unserer Grösse handelt es sich vor allem um ein People Business. Das war früher vielleicht noch etwas ausgeprägter als heute, aber wir haben nach wie vor eine starke Bindung zu unseren Kunden und betreuen und begleiten sie nicht nur auf einer reinen Vertragsbasis, sondern darüber hinaus.

Unser Ziel ist es immer, den Kunden weiterzubringen, also nicht nur Hardware hinzustellen und gut ist. Dieser Dienstleistungsgedanke ist in der WAGNER AG stark verwurzelt und sehr ausgeprägt, in jeder Abteilung. Das ermöglicht es uns auch, sehr flexibel zu sein. Wir verkaufen kaum etwas «ab Stange», sondern gehen immer detailliert auf die Anliegen und Bedürfnisse unserer Kunden ein und erstellen anschliessend ein massgeschneidertes Angebot. Das ist eine unserer grössten Stärken.

Inzwischen kümmerst du dich aber vor allem um das Prozess- und Qualitätsmanagement (PQM). Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Wie fing das an?

Unsere ersten Zertifizierungen haben wir 2012 «gestemmt». Damals war aber noch viel auf dem Papier und wenig in der Organisation. Oder anders ausgedrückt: Im Gegensatz zu heute wurde das PQM damals noch nicht gelebt. Inzwischen ist es etabliert und gut verankert. Bestimmt auch, weil wir auch hier den WAGNER-Weg gehen und uns nicht durch zu umständliche oder fixe Prozesse ausbremsen und zu träge werden lassen, sondern alles auf uns zugeschnitten haben. Getrieben wurde das Thema in den letzten Jahren vor allem durch die gestiegenen Anforderungen unserer Kunden. Die IT hat heute einen viel grösseren Stellenwert als früher und ein Ausfall kostet viel Geld. Wir müssen und wollen uns dementsprechend auch hier stetig weiter verbessern.

«Wir haben unheimlich gute Leute, mit denen es mehr als eine berufliche Zusammenarbeit ist.»

Alex Krämer, SLA-Manager/Projektleiter, WAGNER AG

Aus deiner langen Zeit bei der WAGNER AG gibt es bestimmt auch die eine oder andere spannende Anekdote zu erzählen…

Da gäbe es tatsächlich einige. Unvergesslich ist sicher der Umzug unseres Rechenzentrums von Burgdorf hier an unseren heutigen Hauptsitz in Kirchberg. Dabei gingen, beim Umstecken eines Kommunikations-Racks, auf einmal im gesamten Rechenzentrum alle Lichter aus. Wir hatten, trotz sorgfältiger Vorbereitung, offenbar einen Hauptstecker gezogen und nur Sekunden später die Geschäftsleitung bei uns stehen, denn alle unsere Kunden waren offline. Zum Glück waren wir dann relativ schnell wieder online. Daran erinnere ich mich aber noch häufig zurück und fasse deshalb definitiv keine Kabel oder Stromstecker mehr an. Genau so präsent sind bei mir viele, schöne Firmenfeste. Zum Beispiel in der Dampfzentrale in Bern, als wir alle rätselten, was das auf dem Salat war, das so hervorragend schmeckte. Geschnetzeltes? Poulet? Weit gefehlt. Es waren Milken (Innereien) und ziemlich sicher hätte den Salat von uns kaum jemand gegessen, wenn er das vorher gewusst hätte…

Wo denkst du, steht die WAGNER AG in weiteren 25 Jahren?

Das ist eine schwierige Frage. Wir werden uns, um im Markt weiter erfolgreich bleiben zu können, sicher bewegen was neue Technologien und Produkte betrifft. Und ich denke, wir werden in den nächsten Jahren ein weiteres Wachstum haben. Denn IT-Dienstleister, wie wir einer sind, die braucht es heute und auch in Zukunft. Ich blicke dementsprechend sehr optimistisch in die Zukunft. Und wenn das nicht so wäre, dann wäre ich vermutlich auch nicht mehr hier. Ob ich das in 25 Jahren mit 71 noch sein werde? Wohl eher nicht. Ich werde der WAGNER AG aber immer verbunden und dankbar sein für alles, was ich hier erleben und lernen durfte.

Michel Vogel
Michel Vogel kümmert sich als Fachspezialist Marketing und Kommunikation um den Auftritt der WAGNER AG - ob digital oder analog, vom Event bis zum Social Media Post. michel.vogel@wagner.ch

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