Traditionsunternehmen stellt Weichen für die Zukunft – Hoffmann Neopac lagert SAP-Infrastruktur an WAGNER aus

Der international stark wachsende Schweizer Verpackungshersteller Hoffmann Neopac hat damit begonnen, SAP S/4HANA einzuführen und sämtliche Geschäftsprozesse zu modernisieren und zu internationalisieren. Die Basis dafür bildet eine topmoderne, ebenso performante wie hochverfügbare IBM Power Infrastruktur aus den beiden neuen Datacentern der WAGNER AG.

Vermutlich haben wir alle schon einmal ein Produkt von Hoffmann Neopac in unseren Händen gehalten. Haben Sie heute schon Zähne geputzt, ein Bonbon gelutscht oder eine Zigarre geraucht? Dann stehen die Chancen gut, dass sie mit dem Schweizer Traditionsunternehmen – oder mit einer seiner Verpackungen – in Berührung kamen.

Bereits seit über 125 Jahren produziert Hoffmann Neopac, inzwischen eine weltweit agierende Firma mit mehr als 1000 Angestellten, Verpackungen. Heute sind das hochwertige Tuben aus Polyfoil®, Polyethylen und COEX für die Pharma-, Kosmetik- und Dentalbranche – sowie dekorative Dosen aus Metall für Tabak, Süsswaren, Food und Non-Food.

«Ich wusste, dass hinter dem sehr konkurrenzfähigen Angebot von WAGNER auch die entsprechende Qualität steckt und wurde bis jetzt nicht enttäuscht.»

Frank Werdermann, CIO, Hoffmann Neopac AG

Hoffmann Neopac will mit seinen Verpackungen einen Mehrwert für die Produkte seiner Kunden schaffen. Gefragt sind bestmögliche Funktionalität und ein ausgeprägtes Design. Grundlage dafür ist, gerade in einem hart umkämpften Markt, Innovation. Und diese kommt nach wie vor aus der Schweiz, konkret: aus der grossen Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Oberdiessbach und Thun.

Auch ein Grossteil der Produktion erfolgt heute noch hierzulande. Auf Hochleistungsanlagen werden im Berner Oberland pro Jahr Millionen Tuben und Dosen gefertigt – nach höchsten Qualitätsstandards.

IT als Innovationstreiber

Bei diesen Zahlen versteht es sich fast von selbst, dass die IT im Unternehmen eine zentrale Rolle einnimmt. «Die Abhängigkeit ist definitiv da. Es wäre zwar nicht gut, aber verkraftbar, wenn unser System einmal zwei Stunden ausfallen würde. Mehrere Tage würden hingegen massive Probleme verursachen, weil wir dann keine Bestellungen mehr tätigen, nichts mehr produzieren und damit unsere Kunden nicht mehr beliefern könnten», erklärt Frank Werdermann, CIO von Hoffmann Neopac und Leiter eines insgesamt zwölfköpfigen IT-Teams.

Für Werdermann ist die IT mittlerweile aber auch ein, wenn nicht sogar der grösste, Innovationstreiber. «Dank IT kann sich eine Firma wie wir heute wichtige, strategische Vorteile verschaffen – Stichwort Digitalisierung und Industrie 4.0. Gleichzeitig müssen wir aber auch mit steigenden Anforderungen aus dem Business und insbesondere von sehr grossen und namhaften Kunden Schritt halten.» Etwas, das man in der IT bestens kennt: Man ist leider nicht immer selber Taktgeber.

Auch der grosse deutsche Softwarehersteller SAP gibt bei Hoffmann Neopac in gewisser Weise den Takt an. Das SAP-System ist das Herzstück der Informatik und der Backbone für die Unterstützung des Business. Der Einsatz reicht vom klassischen ERP über FI/CO, APO zur Produktionsplanung, MES für die Produktionssteuerung, Module für Einkauf und Verkauf wie MM/SD, das Qualitätsmanagement (QM) bis hin zum HCM. Doch damit nicht genug: Hinzu kommen noch über 25 an SAP angebundene Subsysteme.

Fokus auf Kernkompetenzen

Umso erstaunlicher ist es auf den ersten Blick, dass sich Hoffmann Neopac im Sommer 2017 dazu entschieden hat, die ganze SAPInfrastruktur auszulagern. Das hatte jedoch einen ganz einfachen Grund: Man konnte – oder besser gesagt wollte – die Ressourcen für den Betrieb eines solchen Systems nicht mehr selber stemmen.

«Für eine Firma unserer Grösse lohnt es sich kaum, eine SAP-Infrastruktur noch selber zu betreiben. Lieber outsourcen und von Vorteilen wie einer grossen Planungssicherheit, Flexibilität und Zuverlässigkeit profitieren. So kann sich die IT auf die Themen fokussieren, die die Firma wirklich voranbringen», meint CIO Werdermann.

«Als Unternehmen mit Fokus auf Wachstum und zunehmender Internationalisierung war es für uns wichtig, einen flexiblen Partner auf Augenhöhe zu haben, mit persönlichen Ansprechpersonen.»

Frank Werdermann, CIO, Hoffmann Neopac AG

So machte man sich also auf die Suche nach einem geeigneten Outsourcing-Partner – und fand diesen in der WAGNER AG. «Das Angebot der WAGNER AG war sehr, sehr konkurrenzfähig. Zudem kannte ich das Unternehmen bereits aus früheren Projekten und wusste, dass hier nicht nur der Preis, sondern vor allem auch die Qualität stimmt», erläutert Werdermann. «Als KMU war es für uns ausserdem wichtig, einen flexiblen Partner auf Augenhöhe zu haben, mit persönlichen Ansprechpersonen.»

Für WAGNER AG sprach weiter das ausgewiesene Know-how und die Erfahrung im IBM-Umfeld. Auch wenn in der Ausschreibung nicht explizit nach einer IBM-Lösung gesucht wurde und man bezüglich Plattform bewusst offen war, fiel der Entscheid schliesslich wieder auf die bewährte Umgebung. «Ein Wechsel auf eine Intel/Linux-Plattform hätte keinen finanziellen Vorteil gebracht», erklärt Werdermann, «zudem wären die Unwägbarkeiten im Projekt deutlich grösser gewesen.»

Schnelle Umstellung, hohe Verfügbarkeit

Ende 2017 wurden die Verträge unterzeichnet und bereits ein paar Wochen später mit der Migration der IBM-Systeme von Oberdiessbach in die neuen Datacenter der WAGNER AG in Bern und Zürich begonnen. Dort wurde für Hoffmann Neopac eine nigelnagelneue, produktive Infrastruktur für SAP R/3 sowie eine zusätzliche Test- und Entwicklungsumgebung für SAP S/4HANA aufgebaut.

Das gesamte Projekt lief laut Werdermann wie von WAGNER AG gewohnt professionell und reibungslos ab. Bester Beweis dafür ist, dass die Mitarbeitenden und sogar die Geschäftsleitung von Hoffmann Neopac offenbar so gut wie nichts davon mitbekommen haben – und das trotz ein paar Änderungswünschen seitens des Kunden noch während dem Projekt. «Darauf wurde hochflexibel reagiert», so Werdermann.

Was Werdermann auch gefällt: Seit der Umstellung von den alten auf die neuen IBM-Systeme im Frühling 2018, was dank der Software MIMIX übrigens eine Angelegenheit von nur zwei Stunden war, liegt die Verfügbarkeit bei 100 Prozent. «Unser Fokus lag in der Vergangenheit zu oft nebst dem Support der Businessprozesse auch auf der blossen Bereitstellung der Systeme. Diese Aufgabe übernimmt nun WAGNER AG und sorgt unter anderem durch proaktives Monitoring dafür, dass wir im Business schon gar nicht mehr mit Systemproblemen konfrontiert werden. Dadurch kann sich unsere IT auf die Dinge konzentrieren, mit denen wir Geld verdienen.»

Auch von der Performance der neuen POWER8-Maschinen und des neuen Flash-Speichersystems von IBM in den WAGNER-Datacentern ist Werdermann angetan: «In der Regel kriegt man in der IT ja nur zu hören, wenn etwas nicht funktioniert. Nun erhielten wir aber in der Tat die Frage, und zwar auch von oberster Ebene, ob es denn sein könne, dass das System schneller geworden sei.»

SAP S/4HANA auf der grünen Wiese

Hoffmann Neopac ist also gerüstet für die Zukunft – und die heisst IT-seitig ganz klar SAP S/4HANA. Es gibt von SAP zwar noch bis 2025 Support für R/3, doch bereits heute finde die Neuentwicklung zum Teil nur noch für S/4HANA statt, so Oliver Kondic, SAP Team Leiter und Basisverantwortlicher bei Hoffmann Neopac. «Da wir mit vielen unserer Projekte Vorreiter sein wollen und auf neueste Innovationen setzen, muss auch unser SAP auf dem neuesten Innovationsstand sein. Daher haben wir uns entschieden, bereits heute den Wechsel auf S/4HANA zu vollziehen.»

«Probleme mit der Verfügbarkeit des nalisieren.» Systems gehören der Vergangenheit an. Durch proaktives Monitoring unseres Partners WAGNER AG kommen wir heute gar nicht erst in diese Situation. Und falls doch, kümmert man sich sofort darum.»

Frank Werdermann, CIO, Hoffmann Neopac AG

Und auch hier macht Hoffmann Neopac Nägel mit Köpfen – oder Dosen mit Deckeln, wenn man so will. Anstelle einer «einfachen» Migration hat man sich nämlich entschieden, in den nächsten zwei Jahren parallel zum laufenden Betrieb von R/3 auf der grünen Wiese eine neue SAP S/4HANA Umgebung aufzubauen. Damit einher geht eine systematische und kontinuierliche Verbesserung der gesamten Geschäftsprozesse, Stichwort Lean Management.

Was als reines IT-Projekt begann, betrifft heute jeden Bereich von Hoffmann Neopac. Das Ziel: Man will der Konkurrenz permanent ein Stück voraus sein. «Wir wollen einen höheren Automatisierungsgrad und eine höhere Flexibilität erreichen, um noch schneller auf Kundenwünsche reagieren zu können», fasst Werdermann zusammen. Weiter will man das neue SAP-System nahe am Standard halten und im Rahmen der SAP ServiceBuild-Strategie in Zukunft auf einen regelmässigen Release-Zyklus umstellen. Neue Funktionen werden nicht mehr «auf Zuruf», sondern in definierten Abständen und nach erfolgreichen Regressionstests als Teil eines neuen Releases ausgerollt. Dadurch will man, insbesondere mit Blick auf die fortschreitende Internationalisierung des Unternehmens, den Harmonisierungsgrad und die Stabilität der Systeme weiter erhöhen.

Zertifizierte IT-Sicherheit

Last but not least muss auch das neue SAP-System, und das ist für Hoffmann Neopac als Produzent und Zulieferer für die Pharmaund Medizinalbranche sehr wichtig, validierbar sein. Umso besser, wenn es die darunterliegende Infrastruktur bereits ist. Und das ist durch die ISO-Zertifizierung 27001* der WAGNER AG gewährleistet. «Das macht uns das Leben in einem Audit deutlich einfacher. In Verbindung mit der Dokumentation unserer Prozesse im SAP Solution Manager können wir so schnell und einfach beweisen, dass unser Kernsystem professionell gemanagt ist und sich punkto Datenschutz und IT-Sicherheit alles im grünen Bereich bewegt», erklärt Werdermann und fasst zusammen: «Das Outsourcing zu WAGNER AG war ein sehr wichtiger Teil auf dem Weg, unsere IT-Landschaft weiter zu professionalisieren und zu internationalisieren. »

* WAGNER AG ist nach ISO/IEC 27001, einem weltweit anerkannten Standard für Informationssicherheit, zertifiziert und verfügt über ein umfassendes Sicherheitskonzept samt Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS).

Michel Vogel
Michel Vogel kümmert sich als Fachspezialist Marketing und Kommunikation um den Auftritt der WAGNER AG - ob digital oder analog, vom Event bis zum Social Media Post. michel.vogel@wagner.ch

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