Microsoft Cloud Switzerland – Die Public Cloud für Ihre IT

Ende August 2019 eröffnete Microsoft seine Schweizer Datacenter. Damals bestand das Angebot noch aus weniger als 50 lokal verfügbaren Azure Services. Inzwischen sind weitere Cloud-Plattformen wie Office bzw. Microsoft 365 inkl. Teams, Dynamics 365 oder die Power Platform sowie zahlreiche neue Azure Services dazu gekommen.

Mit dem gesteigerten Angebot wächst auch die Nachfrage: Mehrere Tausend Unternehmen und Organisationen setzen mittlerweile auf die Microsoft Cloud in der Schweiz – ganz zur Freude von Primo Amrein (Bild), Cloud Lead bei Microsoft Schweiz. Besonders freut es ihn, dass in der Zwischenzeit auch kleinere Schweizer Banken, Spitäler, Ausgleichskassen oder Betreibungsämter mit zum Teil höchst sensitiven, kritischen Daten dazu gehören.

Amrein stellt aber auch fest, dass viele Kunden zu Beginn nicht direkt mit ihren «Kronjuwelen» starten, sondern erst mit weniger kritischen Daten Erfahrungen sammeln und dann, sobald das Vertrauen in die Cloud und den Anbieter gross genug ist, Schritt für Schritt weiter gehen. «Das ist mehr als legitim. Wichtig ist, dass man anfängt und Erfahrungen sammelt – denn sonst verpasst man irgendwann den Zug.»

Services mit grosser Nachfrage und Potential

Wo und mit welchen Services man die Cloud-Reise startet, entscheidet letztendlich jedes Unternehmen für sich. Während Microsoft 365 inzwischen bestens bekannt und in der Regel gesetzt ist, gibt es rund um Azure und die Nutzung weiterer Dienste aus der Public Cloud jedoch häufig noch Fragezeichen – nicht ganz zu Unrecht bei inzwischen fast 200 verschiedenen Azure Services alleine aus der Schweiz.

Am meisten genutzt werden aktuell nach wie vor die Azure-Basisdienste, also alles rund um virtuelle Maschinen (VMs), Storage oder Netzwerk. Was momentan am stärksten wächst, sind VMs mit Grafikprozessoren (GPUs). Diese wurden im Sommer in der Schweiz eingeführt und ermöglichen beispielsweise Architekten die Nutzung von CAD-Tools aus dem Home Office.

Noch deutlich weniger bekannt ist die im Herbst lancierte Azure Data Box. Dabei handelt es sich um ein Gerät, mit dem grössere Datenmengen von bis zu 80 TB, wie zum Beispiel Backups, statt über das Netzwerk auf dem physischen Weg schneller und sicherer in die Cloud bzw. Azure geladen werden können. Und gerade das Backup ist laut Amrein ein Bereich, mit dem viele Unternehmen in der Cloud starten.

Kurzfristig sieht Amrein ausserdem viel Potential in der inzwischen ebenfalls mit Schweizer Datenhaltung erhältlichen, Cloud-nativen Security Information and Event Management (SIEM)-Lösung Azure Sentinel. Längerfristig rechnet er mit dem Thema Künstliche Intelligenz und beispielsweise Sprachdiensten, die inzwischen übrigens auch dem Schweizerdeutschen mächtig sind.

Die «Wunschliste» von Primo Amrein

Neben den genannten und vielen weiteren, bereits aus den Schweizer Datacentern erhältlichen Azure Services, gibt es doch noch ein paar, die den Weg zu uns noch nicht gefunden haben. Zuoberst auf der «Wunschliste» von Primo Amrein steht Azure Confidential Computing. Damit ist nicht nur eine Verschlüsselung von Daten während der Übertragung und im Ruhezustand, sondern auch im Gebrauch möglich. Ausserdem möchte der Cloud Lead von Microsoft Schweiz unbedingt die Azure Arc Enabled Data Services vollständig in die Schweiz bringen.

Bei Azure Arc handelt es sich um eine Management-Lösung für Multi-Cloud- oder hybride Cloud-Umgebungen. Sie ermöglicht eine einheitliche Verwaltung und zentrale Administration von Ressourcen wie VMs und das nicht nur in Azure, sondern auch in anderen Public Clouds wie AWS oder lokalen Infrastrukturen bzw. Private Clouds. Dies ermöglicht zum Beispiel das Ausrollen einheitlicher Sicherheitsrichtlinien über die ganze Umgebung hinweg.

Ökonomische und ökologische Treiber

Neben den bereits zur Verfügung stehenden und noch folgenden Services sowie der lokalen Datenhaltung und Sicherheit, gibt es zwei weitere Treiber für die Schweizer Azure Cloud. Einer ist die per Anfang Oktober 2021 durchgeführte Angleichung der regionalen Azure-Preise in Europa. Zwar sind die Azure Services aus den Schweizer Datacentern im Schnitt immer noch etwas teurer, im Vergleich von Switzerland North zu Europe West sank der Wert aber von +19 auf «nur» noch +8.5 Prozent.

Ein weiterer Treiber ist oft das Thema Nachhaltigkeit. Durch den Wechsel in die Public Cloud und das Ausschalten der eigenen Datacenter kann eine Firma vergleichsweise schnell viel Energie einsparen und ihren CO2-Fussabdruck reduzieren. Hyperscaler wie Microsoft wiederum investieren nicht erst seit heute viel, um den Stromverbrauch sowie den ökologischen Fussabdruck ihrer Datacenter, zum Beispiel durch neue Technologien wie Liquid Cooling, zu senken und so gering wie möglich zu halten.

Sie haben Fragen zur Microsoft Cloud in der Schweiz oder den verschiedenen Azure Services? Wir stehen Ihnen sehr gerne Red und Antwort. Ausserdem finden Sie nachfolgend eine interessante Anleitung von Microsoft zu einer faktenbasierten Risikoabschätzung auf dem Weg in die Cloud.

    Michel Vogel
    Michel Vogel kümmert sich als Fachspezialist Marketing und Kommunikation um den Auftritt der WAGNER AG - ob digital oder analog, vom Event bis zum Social Media Post. michel.vogel@wagner.ch

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